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Solarantrieb früher

 

 

 

Infos zur Geschichte der Solarantriebe

Archimedes  Die Erfindung eines Solarautos ist nicht neu

Archimedes von Syrakus, der bekannte griechische Mathematiker und Physiker (285 bis 212 v.Chr.), war ein genialer Erfinder. Er entdeckte u. a. auch die Nutzungsmöglichkeiten der Sonnenenergie. Laut erzählter Überlieferung nutzte er Hohlspiegel, um mit dem Strahl des gebündelten Sonnenlichts die römischen Kriegsschiffe in Brand zu setzen.

 

Im 18. Jahrhundert erst erfand der Naturforscher Horace-Benedict de Saussure die ersten Solar-Kollektoren. Er konstruierte einen Kasten aus Holz mit einer Abdeckung aus Glas und konnte so bis zu 87° erreichen. Augustin Mouchot setzte dann im 19. Jahrhundert einen Brennspiegel ein und verfeinerte die Entwicklung. So wurde die Sonnenenergie zum ersten Mal in Elektrizität umgesetzt.

 

Die Geschichte der mit Solarenergie betriebenen Fahrzeuge geht bis in die 1960er Jahre zurück. In England baute man damals schon auf das Dach eines Elektroautos Tausende Fotoelemente. Ende 1968 montierte man in Kalifornien mehr als 10.000 Lichtzellen auf das Dach und ereichte bei Sonnenschein eine Geschwindigkeit von 30 km/h.

 

In den 1970er Jahren wurden von verschiedenen Unternehmen Solarautos gebaut, aber immer mit Zusatzstrom aus der Steckdose. Leider kam man nie zu einem richtig guten Endergebnis weil die Reichweite immer zu gering war.

 

 

Die Autokonzerne beschäftigen sich weiterhin mit der Entwicklung der Solarautos da die Umweltbelastung immer größer wird und die Benzinpreise ständig steigen. In der Schweiz hat man es immerhin geschafft im Jahr 1990 um die 500 Solarautos für den Straßenverkehr zuzulassen.

 

Kleinst Eleketroauto Hotzenblitz (gebaut von 1993 bis 1996
Foto: © Thomas doerfer at de.wikipedia
1993-1996 wurde der Hotzenblitz in Deutschland produziert. Da die Herstellung nicht wirtschaftlich genug und die Verkaufszahlen zu gering waren wurde die Produktion wieder eingestellt. Er wird heute nur noch in geringen Stückzahlen gebaut. Diese Fahrzeuge haben einen Drehstromasynchron-Motor, der beim Bremsen als Generator geschaltet wird und so Strom zurück erhält.

 

Die Technologie des Bremskraftrückgewinnungssystems wurde und wird beispielsweise auch in der Formel 1 eingesetzt, um so kurzeitig ca. 80 zusätzliche Pferdestärken auf Abruf zu erhalten.


Louis Palmer war von 2007-2008 mit seinem Solartaxi über 50.000 km unterwegs und umrundete in 18 Monaten die Erde. Mehr Informationen dazu auf der Homepage www.louispalmer.ch

 

Weitere Einsatzmöglichkeiten solarer Antriebstechnik

Mini Solarauto

Es gibt natürlich noch eine ganze Menge anderer Fahrzeuge für die man die Sonnenenergie gut nutzen kann. Solarboote und Solarschiffe sind schon seit 1985 in Europa im Einsatz. Strecken von bis zu 2000 km wurden mit Solarschiffen schon zurückgelegt. Seit 1995 sind sie als Fähren und als Vergnügungsschiffe unterwegs. Von Juni 2000 bis Oktober 2003 legte der Spree-Shuttle 5000 km zurück. 2001 wurde die Mobi Cat ein Katamaran der seine Antriebsenergie aus Solarzellen bezieht auf dem Bielersee in Einsatz gebracht.


Auf dem Neckar in Heidelberg fährt der 51 Tonnen schwere Edelstahl-Solarkatamaran. Er ist mit einer Geschwindigkeit von 14 km/h unterwegs und kommt mit geladenen Akkus 110 km weit. 30 Sitzplätze auf dem Freideck und 80 unter Dach bietet er seinen Fahrgästen.

 

Fotos: Archimedes (gemeinfreies Bild) von Wikipedia | Solawagen-Modell: © Ambrose - Fotolia.com

 

 

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